Allgemeine Geschäftsbedingungen

Mit der persönlichen, schriftlichen oder telefonischen Teilnahme an der Versteigerung und dem nachträglichen Freiverkauf, werden folgende Bedingungen anerkannt:

Der Auktionator Jürgen A. Rippel (im folgenden Versteigerer genannt), versteigert die zur Auktion kommenden Gegenstände als Kommissionär im eigenen Namen und für Rechnung der Auftraggeber die unbenannt bleiben.

Jeder Bieter hat vor Beginn der Versteigerung seinen Namen und seine Adresse anzugeben.

Sämtliche zur Versteigerung gelangten Gegenstände können vor der Versteigerung besichtigt und geprüft werden. Die Sachen sind durchweg gebraucht. Die nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommene Katalogbeschreibung stellen keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne der § 459 Abs. 2 oder § 480 Abs. 2 BGB dar. Die Gegenstände werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich im Moment des Zuschlages befinden ohne Gewähr und Haftung für Mängel und Zuschreibungen, ausgenommen beim Fehlen zugesicherter Eigenschaften. Bei begründeten Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist von 6 Monaten verpflichtet sich der Versteigerer diese, soweit ihm dies möglich ist, an den Einlieferer zu übermitteln. Im Falle erfolgreicher Inanspruchnahme des Einlieferers stellt der Versteigerer den Erwerber maximal bis zur Höhe des Zuschlagpreises schadlos. Die Nachweiskosten für den Mangel trägt der Erwerber.

Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Lotnummern zu verneinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

Gegenstände werden zugeschlagen, wenn nach dreimaligem Wiederholen des Höchstgebotes kein Übergebot abgegeben ist und der Mindestzuschlagpreis ( Limit ) erreicht ist. Gesteigert wird nach dem Aushang der Bestimmungen. Bei mehreren gleich lautenden Geboten entscheidet das Los. Bei gleich lautenden schriftlichen Geboten erhält der Ersteingang den Zuschlag. Dem Versteigerer steht es frei Gebote abzulehnen.

Wird das mit dem Einlieferer vereinbarte Limit nicht erreicht, kann der Versteigerer den Zuschlag unter Vorbehalt ( UV ) erteilen. UV-Zuschläge sind für den Bieter solange verbindlich, bis ein höheres Gebot abgegeben wird. Für Bieter ist ein UV-Zuschlag 5 Wochen verbindlich.

Besteht Uneinigkeit über den Zuschlag, oder wurde ein Gebot übersehen, kann der Versteigerer diesen zurückziehen und zu Gunsten eines bestimmten Bieters wiederholen oder den Gegenstand erneut ausrufen.

Der Bieter gibt die Gebote in eigenem Namen und auf eigene Rechnung ab. Jeder Bieter haftet für die von ihm abgegebenen Gebote persönlich, auch wenn er sich im Auftrag Dritter an der Versteigerung beteiligt.

Ein Angebot erlischt außer im Falle der Ablehnung durch den Versteigerer in den Fällen, in denen die Versteigerung ohne Erteilung des Zuschlages geschlossen wird, oder der Versteigerer den Gegenstand erneut ausruft. Ein Gebot erlischt nicht durch ein nachfolgendes unwirksames Übergebot.

Der Zuschlag verpflichtet zur sofortigen Abnahme und Zahlung. Eine spätere Abholung kann vereinbart werden. Nach Ablauf einer vereinbarten Abholfrist ist der Versteigerer berechtigt die ersteigerten Gegenstände Dritten zur Einlagerung zu übergeben. Der Käufer trägt alle durch die Einlagerung entstehenden Kosten. Die Versendung versteigerter Gegenstände erfolgt auf Kosten und Gefahr des Käufers.

Befindet sich der Käufer in Zahlungsverzug kann der Versteigerer wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Der Versteigerer kann in diesem Falle die Sache nochmals versteigern und der säumige Erwerber hat für einen Mindererlös und die entstandenen Kosten aufzukommen. Auf einen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. Bei einer Wiederversteigerung erlöschen bei Zuschlag alle Rechte des säumigen Käufers aus dem ihm vorher erteilten Zuschlag. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen berechnet.

Mit dem Zuschlag gehen alle Risiken insbesondere die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung des Versteigerungsgutes, auf den Käufer über, das Eigentum jedoch erst beim vollständigen Zahlungseingang. Soweit der Käufer Vollkaufmann ist sind seine Rechte aus § 320 und § 322 BGB ausgeschlossen.

Auf die Zuschlagssumme wird ein Aufgeld ( im jeweiligen Aushang der Bestimmungen bekannt gegeben ) erhoben. Das Aufgeld ist bereits incl. der ges. MwSt.

Die Versteigerungsbedingungen gelten sinngemäß auch für den Freiverkauf.

Bei der Besichtigung ist größte Vorsicht zu wahren. Jeder Besucher haftet für den von Ihm verursachten Schaden in voller Höhe.

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist für beide Teile Bielefeld. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss aller internationalen Rechten. Die Vorschriften des einheitlichen Gesetzes über den internationalen Verkauf ( EKG ) und des einheitlichen Gesetzes über den Abschluss internationaler Kaufverträge ( EAG ) finden keine Anwendung.

Sollten Teile dieser Versteigerungsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

Jürgen A. Rippel
Auktionator